Was hilft bei einer Lungenblähung?

veröffentlicht am 26. Oktober 2016 in Allgemein von

Bei der Lungenblähung, auch Lungenemphysem genannt, handelt es sich um eine krankhafte Überblähung der Lungenbläschen, sodass diese keinen ausreichenden Raum mehr für den Sauerstoffaustausch bereithalten können. So erweitern sich die Lungenbläschen zu stark, dass der Gasaustausch stark engeschränkt wird. Auch das Atemvolumen hat unter der Erkrankung sehr stark zu leiden. Nach großer Anstrengung scheint es Erkrankten häufig fast unmöglich zu atmen. Es kommt hier und auch im Ruhezustand schnell zu Atemnot, Kreislaufproblemen und Kurzatmigkeit. Leider ist eine Lungenblähung nicht heilbar, wobei die Symptome dieser aber weitgehend gelindert werden können. Häufig tritt das Lungenemphysem im Alter auf, manchmal sind auch andere Ursachen, etwa genetische, für die Erkrankung verantwortlich. Sollte die Lungenblähung nicht behandelt werden, kann es zu einer Herzschwäche kommen, welche sich weiter negativ auf den Atemvorgang auswirkt.

Ursachen der Lungenblähung

Die Ursachen der Lungenblähung sind unterschiedlicher Natur. So kann die Erkrankung im Zusammenhang mit Asthma oder der ebenfalls als Rauchererkrankung bezeichneten COPD auftreten, ist aber auch bei Erkrankungen der Lunge oder der Bronchien häufig vertreten. Weiterhin können auch familiäre Belastungen zu dem Lungenemphysem führen, etwa durch genetische Veranlagung. Nach einer starken Belastung der Atemwege, beispielsweise durch giftige Gaste, tritt die Blähung der Lungenbläschen ebenfalls häufiger auf. Es ist anzumerken, dass der Elastizitätsverlust des Lungengewebes, welcher etwa ab dem 50. Lebensjahr vermehrt auftritt, ebenfalls verantwortlich für eine Lungenblähung sein kann. Somit sind ältere Menschen häufiger von der Erkrankung betroffen. Ein starker und langanhaltender Nikotinmissbrauch ist ebenfalls eine Ursache der Krankheit.

Symptome des Lungenemphysem

Betroffene der Erkrankung haben nicht nur mit Atemnot zu kämpfen, welche am Anfang der Krankheit meist in Stress- oder in aktiven Situationen auftritt und im weiteren Verlauf auch während der Ruhephasen beginnen kann, sondern des Weiteren auch mit mässigem bis starkem Reizhusten, der ebenfalls mit Auswurf daherkommen kann. Ein weiteres Symptom sind Kreislaufprobleme, welche aufgrund der eingeschränkten Atmung auftreten können. Außerdem steigt das Risiko von Infektionen, da das Immunsystem geschwächt wird. Blaue Lippen und blaue Haut können ein Hinweis auf den Sauerstoffmangel im Blut sein, der mit der Lungenblähung dahergeht.

Was tun bei einer Lungenblähung?

Da die Lungenblähung nicht behoben werden kann, sollte man als Erkrankter besonderen Wert auf die Linderung der Symptome legen. Sobald der Arzt festgestellt hat, dass es sich bei den Beschwerden um diese des Lungenemphysem handelt, sollten vor allen Dingen die Ursachen der Grunderkrankung behoben werden, so etwa Asthma oder COPD. Tritt keine weitere Erkrankung in Kombination mit der Blähung auf, so ist ein gesunder Lebensstil besonders von Nöten. Raucher sollten sofort nach dem Feststellen der Krankheit mit dem Rauchen aufhören, um die Lunge und die Bronchien nicht zusätzlich zu schädigen. Weiterhin gehört von nun an viel Bewegung an der frischen Luft zum Tagesplan. Alles, was die Atemwege reizt, sollte fortan vermieden werden, wozu zum Beispiel auch Staub oder Rauch gehört. Leidet der oder die Betroffene zusätzlich an Übergewicht, gilt es dieses zu verlieren, um das Herz nicht weiter zu überlasten.

Eine Operation, die zum vollkommenen Entfernen der betroffenen Lungenbläschen führt, ist nur dann sinnvoll, wenn das betroffene Gewebe so aufgebaut ist, dass sich dieses mit einem einzigen Eingriff komplett entfernen kann. Sehr von Nützen ist das Erlernen einen bestimmten Atemtechnik, welche es auch im Ernstfall möglich macht, nicht in Atemnot auszubrechen und genügend und gut Luft bekommen zu können.

Sauerstofflangzeittherapie: Besonders empfehlenswert bei einem schweren Verlauf der Erkrankung, kann zuhause und auch unterwegs verwendet werden.
Physiotherapie: Die Atmung wird hier trainiert, zudem werden wichtige Muskeln und Körperfähigkeiten gestärkt.
Medikamente: Kortison beispielsweise wird gerne verschrieben, doch auch andere Medikamente und Antibiotika können vom Arzt verordnet werden und Abhilfe verschaffen.

Angemessene Körperbelastung: Gezieltes Atemtraining kann dabei helfen, das Atemvolumen bestmöglich auszunutzen. Meditation hilft ebenfalls dabei, sich auf die Atmung zu konzentrieren und weitere Belastungen zu vermeiden.
Inhalation: Das Inhalieren von Salzlösungen macht die Atemwege frei und löst zudem festgesetzten Auswurf im Bereich der Lunge.
Flüssigkeitszufuhr: Viel Trinken ist wichtig, damit die Atemwege frei bleiben und der Körper aktiv sein kann. Bei der Lungenblähung sollte möglichst auf einen hohen Alkoholgenuss verzichtet werden, besonders bei der Einnahme von Medikamenten.


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